Research Data

Dataset for: Wissen, wo man hingehört - Das Phänomen Adoption

Primärdaten und Codeplan der Studie Goldhahn, A. (2021). Wissen, wo man hingehört - Das Phänomen Adoption. Dissertation.

Author(s) / Creator(s)

Goldhahn, Andrea

Other kind(s) of contributor

Technische Universität Chemnitz

Abstract / Description

Adoption ist ein Lebensphänomen. In der Literatur sind nicht wenige Arbeiten damit befasst, Adoption als ein Wagnis zu betrachten, gestützt auf Beispiele risikobehafteter Entwicklungswege betroffener Kinder. Gleichsam ist Adoption von einer Aura des Besonderen umgeben, da dieses Zusammenleben von der Normfamilie abweicht. Wenngleich empirische Forschung belegt, dass die meisten Adoptierten vergleichbare Entwicklungsergebnisse wie Nichtadoptierte erzielen, hält sich ein defizitorientierter Blick bis heute und mündet in einer individuellen und gesellschaftlichen Stigmatisierung und Tabuisierung, natürlich nicht ohne Folgen für die Adoptierten selbst. Die vorliegende Studie untersucht, wie adoptierte Menschen unterschiedlichen Alters (N=97) diese besondere Erfahrung erlebt haben, wie sie mit dem Adoptivstatus umgehen und welche Haltungen sich hieraus entwickelten. Basierend auf Bindungstheorie, Selbstkonzept und Identitätsentwicklung werden weitere adoptionsrelevante Themengebiete beleuchtet und mit empirischen Forschungsdaten in Beziehung gesetzt. Methodisch wurde eine breite Palette adoptionsrelevanter Daten mittels Fragebogen erfasst, mit entsprechenden Freiräumen für persönliche Ergänzungen. Die Auswertung erfolgte mittels deskriptiver Häufigkeitsauszählung und geeigneten bivariaten Analysen, um Einflussfaktoren auf den Verlauf der Adoptionsgeschichte zu eruieren. Eigene Ergänzungen der Teilnehmenden wurden mittels Bildung von Clustern zusammengefasst, um persönliche Gewichtungen herauszustellen. Die Vielgestaltigkeit der Thematik Adoption samt aller Aspekte, die den Entwicklungsverlauf mitbestimmen, zeigt Chancen auf, dass frühe Bindungsabbrüche und Ablehnungserfahrung keine zentralen Lebensthemen bleiben müssen – u. a. auch, weil man weiß, wo man hingehört. So lautet die Kernhypothese. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz unterschiedlicher Adoptionserfahrungen der Großteil der Befragten ein zufriedenes Leben führt. Zusammenfassend ergeben sich drei Schwerpunkte, mit denen sich die Teilnehmenden dieser Studie vorrangig beschäftigen. Es geht um die Bedingungen im Adoptivelternhaus, um die Notwendigkeit einer offenen Kommunikation über die Adoption und um das Bedürfnis nach Akzeptanz und Gleichberechtigung. Die Arbeit folgt mit ihrer Veröffentlichung dem Anliegen, Betroffene über Forschungsergebnisse zu informieren und Mut zu machen, sich mit ungelösten Fragestellungen auseinanderzusetzen. Diese Arbeit stützt das Anliegen der modernen Adoptionsforschung, Lebensverläufe adoptierter Menschen zu studieren, um Anpassungsergebnisse besser einordnen zu können. Ferner wird der Anspruch an die beteiligten Professionen gerichtet, empirische Daten der Adoptionsforschung in die Adoptionspraxis einfließen zu lassen, damit adoptierte Menschen und ihre Familien eine adäquate Unterstützung erfahren.

Keyword(s)

Adoption Bindung Identität Selbstwertgefühl Offenheit Stigmatisierung

Persistent Identifier

Date of first publication

2021-08-09

Publisher

PsychArchives

Is referenced by

Citation

Goldhahn, A. (2021). Dataset for: Wissen, wo man hingehört - Das Phänomen Adoption. PsychArchives. https://doi.org/10.23668/PSYCHARCHIVES.5032
  • Author(s) / Creator(s)
    Goldhahn, Andrea
  • Other kind(s) of contributor
    Technische Universität Chemnitz
    de_DE
  • PsychArchives acquisition timestamp
    2021-08-09T13:53:20Z
  • Made available on
    2021-08-09T13:53:20Z
  • Date of first publication
    2021-08-09
  • Abstract / Description
    Adoption ist ein Lebensphänomen. In der Literatur sind nicht wenige Arbeiten damit befasst, Adoption als ein Wagnis zu betrachten, gestützt auf Beispiele risikobehafteter Entwicklungswege betroffener Kinder. Gleichsam ist Adoption von einer Aura des Besonderen umgeben, da dieses Zusammenleben von der Normfamilie abweicht. Wenngleich empirische Forschung belegt, dass die meisten Adoptierten vergleichbare Entwicklungsergebnisse wie Nichtadoptierte erzielen, hält sich ein defizitorientierter Blick bis heute und mündet in einer individuellen und gesellschaftlichen Stigmatisierung und Tabuisierung, natürlich nicht ohne Folgen für die Adoptierten selbst. Die vorliegende Studie untersucht, wie adoptierte Menschen unterschiedlichen Alters (N=97) diese besondere Erfahrung erlebt haben, wie sie mit dem Adoptivstatus umgehen und welche Haltungen sich hieraus entwickelten. Basierend auf Bindungstheorie, Selbstkonzept und Identitätsentwicklung werden weitere adoptionsrelevante Themengebiete beleuchtet und mit empirischen Forschungsdaten in Beziehung gesetzt. Methodisch wurde eine breite Palette adoptionsrelevanter Daten mittels Fragebogen erfasst, mit entsprechenden Freiräumen für persönliche Ergänzungen. Die Auswertung erfolgte mittels deskriptiver Häufigkeitsauszählung und geeigneten bivariaten Analysen, um Einflussfaktoren auf den Verlauf der Adoptionsgeschichte zu eruieren. Eigene Ergänzungen der Teilnehmenden wurden mittels Bildung von Clustern zusammengefasst, um persönliche Gewichtungen herauszustellen. Die Vielgestaltigkeit der Thematik Adoption samt aller Aspekte, die den Entwicklungsverlauf mitbestimmen, zeigt Chancen auf, dass frühe Bindungsabbrüche und Ablehnungserfahrung keine zentralen Lebensthemen bleiben müssen – u. a. auch, weil man weiß, wo man hingehört. So lautet die Kernhypothese. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz unterschiedlicher Adoptionserfahrungen der Großteil der Befragten ein zufriedenes Leben führt. Zusammenfassend ergeben sich drei Schwerpunkte, mit denen sich die Teilnehmenden dieser Studie vorrangig beschäftigen. Es geht um die Bedingungen im Adoptivelternhaus, um die Notwendigkeit einer offenen Kommunikation über die Adoption und um das Bedürfnis nach Akzeptanz und Gleichberechtigung. Die Arbeit folgt mit ihrer Veröffentlichung dem Anliegen, Betroffene über Forschungsergebnisse zu informieren und Mut zu machen, sich mit ungelösten Fragestellungen auseinanderzusetzen. Diese Arbeit stützt das Anliegen der modernen Adoptionsforschung, Lebensverläufe adoptierter Menschen zu studieren, um Anpassungsergebnisse besser einordnen zu können. Ferner wird der Anspruch an die beteiligten Professionen gerichtet, empirische Daten der Adoptionsforschung in die Adoptionspraxis einfließen zu lassen, damit adoptierte Menschen und ihre Familien eine adäquate Unterstützung erfahren.
    de_DE
  • Review status
    unknown
    en
  • Table of contents
    Datenset Stichprobe 97 Adoptierte, Codeplan zum Datenset
    de_DE
  • Citation
    Goldhahn, A. (2021). Dataset for: Wissen, wo man hingehört - Das Phänomen Adoption. PsychArchives. https://doi.org/10.23668/PSYCHARCHIVES.5032
    en
  • Persistent Identifier
    https://hdl.handle.net/20.500.12034/4458
  • Persistent Identifier
    https://doi.org/10.23668/psycharchives.5032
  • Language of content
    deu
  • Publisher
    PsychArchives
    en
  • Is referenced by
    https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa2-755681
  • Is related to
    https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa2-755681
  • Keyword(s)
    Adoption
    de_DE
  • Keyword(s)
    Bindung
    de_DE
  • Keyword(s)
    Identität
    de_DE
  • Keyword(s)
    Selbstwertgefühl
    de_DE
  • Keyword(s)
    Offenheit
    de_DE
  • Keyword(s)
    Stigmatisierung
    de_DE
  • Dewey Decimal Classification number(s)
    150
  • Title
    Dataset for: Wissen, wo man hingehört - Das Phänomen Adoption
    de_DE
  • Alternative title
    Primärdaten und Codeplan der Studie Goldhahn, A. (2021). Wissen, wo man hingehört - Das Phänomen Adoption. Dissertation.
    de_DE
  • DRO type
    researchData
    en