DFG-Abschlussbericht zum Projekt "Wie können Wissenskonstruktion und Abrufübung bei der Förderung des Erwerbs deklarativer Konzepte gewinnbringend kombiniert werden?"
Author(s) / Creator(s)
Roelle, Julian
Renkl, Alexander
Nückles, Matthias
Other kind(s) of contributor
Endres, Tino
Carpenter, Shana
Obergassel, Niklas
Abstract / Description
Das Lernen deklarativer Konzepte kann sowohl durch die Bearbeitung von Wissenskonstruktionslernaufgaben, die Lernende zu Wissenskonstruktionsaktivitäten wie dem Elaborieren zuvor präsentierter Inhalte anregen, als auch durch die Bearbeitung von Abrufübungslernaufgaben, die Lernende zum Abruf von Wissen aus dem Gedächtnis anregen, bedeutsam gefördert werden. Im vorliegenden Projekt wurde untersucht, inwieweit die beiden Lernaufgabenarten, die jeweils verschiedene Hauptfunktionen für das Lernen erfüllen (Wissenskonstruktionslernaufgaben: Konstruktionsfunktion; Abrufübungslernaufgaben: Konsolidierungsfunktion), gewinnbringend kombiniert werden können. Zudem wurde den Fragen nachgegangen, ob die Sequenz der Lernaufgabenarten (Wissenskonstruktion-zuerst vs. Abrufübung-zuerst) eine Rolle spielt und inwieweit mögliche Sequenzeffekte von der Spezifität der Wissenskonstruktionslernaufgaben abhängen und davon, mit welchem Abstand vom initialen Lernen die Aufgaben bearbeitet werden. Zur Beantwortung dieser Fragen wurden drei Experimente durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Kombination der Lernaufgabenarten mit Vorteilen für den Lernerfolg verbunden war. Ein signifikanter Effekt der Sequenz auf die Reproduktions- oder Verständnisleistung konnte hingegen nicht gefunden werden. Zudem blieb ein moderierender Einfluss des Zeitpunkts der Lernaufgabenbearbeitung (direkt nach der initialen Lernphase vs. zwei Tage später) und der Spezifität der Wissenskonstruktionslernaufgaben (spezifisch: gezielte Fokussierung auf Konzepte vs. unspezifisch: freie Wahl der Konzepte) auf die Effekte zwischen den Sequenzen aus. Es lässt sich schlussfolgern, dass Lernende beim Lernen deklarativer Konzepte sowohl Wissenskonstruktionslernaufgaben als auch Abrufübungslernaufgaben bearbeiten sollten. Die Sequenz, in der diese Lernaufgabenarten bearbeitet werden, spielt jedoch vermutlich keine gewichtige Rolle.
Persistent Identifier
Date of first publication
2026-03-19
Publisher
PsychArchives
Citation
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DFG_Abschlussbericht_Roelle_Renkl_Nueckles_2026_PsychArchives.pdfAdobe PDF - 331.86KBMD5 : df98865a2ff3d410d2982d2d4824f702
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Author(s) / Creator(s)Roelle, Julian
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Author(s) / Creator(s)Renkl, Alexander
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Author(s) / Creator(s)Nückles, Matthias
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Other kind(s) of contributorEndres, Tino
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Other kind(s) of contributorCarpenter, Shana
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Other kind(s) of contributorObergassel, Niklas
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PsychArchives acquisition timestamp2026-03-19T15:15:48Z
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Made available on2026-03-19T15:15:48Z
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Date of first publication2026-03-19
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Abstract / DescriptionDas Lernen deklarativer Konzepte kann sowohl durch die Bearbeitung von Wissenskonstruktionslernaufgaben, die Lernende zu Wissenskonstruktionsaktivitäten wie dem Elaborieren zuvor präsentierter Inhalte anregen, als auch durch die Bearbeitung von Abrufübungslernaufgaben, die Lernende zum Abruf von Wissen aus dem Gedächtnis anregen, bedeutsam gefördert werden. Im vorliegenden Projekt wurde untersucht, inwieweit die beiden Lernaufgabenarten, die jeweils verschiedene Hauptfunktionen für das Lernen erfüllen (Wissenskonstruktionslernaufgaben: Konstruktionsfunktion; Abrufübungslernaufgaben: Konsolidierungsfunktion), gewinnbringend kombiniert werden können. Zudem wurde den Fragen nachgegangen, ob die Sequenz der Lernaufgabenarten (Wissenskonstruktion-zuerst vs. Abrufübung-zuerst) eine Rolle spielt und inwieweit mögliche Sequenzeffekte von der Spezifität der Wissenskonstruktionslernaufgaben abhängen und davon, mit welchem Abstand vom initialen Lernen die Aufgaben bearbeitet werden. Zur Beantwortung dieser Fragen wurden drei Experimente durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Kombination der Lernaufgabenarten mit Vorteilen für den Lernerfolg verbunden war. Ein signifikanter Effekt der Sequenz auf die Reproduktions- oder Verständnisleistung konnte hingegen nicht gefunden werden. Zudem blieb ein moderierender Einfluss des Zeitpunkts der Lernaufgabenbearbeitung (direkt nach der initialen Lernphase vs. zwei Tage später) und der Spezifität der Wissenskonstruktionslernaufgaben (spezifisch: gezielte Fokussierung auf Konzepte vs. unspezifisch: freie Wahl der Konzepte) auf die Effekte zwischen den Sequenzen aus. Es lässt sich schlussfolgern, dass Lernende beim Lernen deklarativer Konzepte sowohl Wissenskonstruktionslernaufgaben als auch Abrufübungslernaufgaben bearbeiten sollten. Die Sequenz, in der diese Lernaufgabenarten bearbeitet werden, spielt jedoch vermutlich keine gewichtige Rolle.de
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Review statusunknown
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Persistent Identifierhttps://hdl.handle.net/20.500.12034/17145
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Persistent Identifierhttps://doi.org/10.23668/psycharchives.21772
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Language of contentdeu
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PublisherPsychArchives
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Dewey Decimal Classification number(s)150
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TitleDFG-Abschlussbericht zum Projekt "Wie können Wissenskonstruktion und Abrufübung bei der Förderung des Erwerbs deklarativer Konzepte gewinnbringend kombiniert werden?"de
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DRO typereport