PSYNDEX Tests Review für ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024)
Author(s) / Creator(s)
Benz, Gesa
Other kind(s) of contributor
PSYNDEX Tests
Abstract / Description
This is a PSYNDEX Tests Review of ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024). PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation.
Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024). PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten.
Diagnostische Zielsetzung: Mit dem ADHS-E in der 3., überarbeiteten und neu normierten Auflage lassen sich weiterhin Art und Schwere von ADHS-Symptomen per Selbstbericht zeitökonomisch erfassen. ADHS wird als Störung der gesamten Lebensspanne und mehrdimensional betrachtet und gemessen. Die einzelnen Skalen des Testverfahrens bilden wesentliche psychodiagnostische Symptomdimensionen, darunter funktionelle, sozioemotionale und verhaltensbezogene Beeinträchtigungen ab und lassen sich zu einem Globalwert der subjektiv empfundenen Beeinträchtigung zusammenfassen. Eine ADHS-Diagnose ist mit dem Screening nicht möglich. Aufbau: Das Testverfahren umfasst eine Langform ADHS-LE mit 35 Items und ein daraus abgeleitetes Kurzscreening ADHS-E mit 15 Items. Das Kurzscreening enthält in den fünf Subskalen Emotion/Affekt, Aufmerksamkeitssteuerung, Stressintoleranz, Impulskontrolle/Disinhibition und Unruhe/Überaktivität jeweils drei Items mit einer sechsstufigen Antwortskala von "trifft nicht zu" bis "trifft immer zu". In der Langfassung ADHS-LE kommt die Skala "Retrospektive Angaben" hinzu. Die sechs Skalen umfassen je fünf bis sechs Items. Die Skala Extraversion entfällt in der neuen Auflage. Die Antwortskala im ADHS-LE ist weiterhin vierstufig und reicht von "trifft nicht zu" bis "trifft immer zu". Weiterhin enthält der ADHS-LE drei Items mit dichotomen (ja-nein) und freien Antwortformat zur Art und Häufigkeit des Drogen-, Alkohol- und Medikamentenkonsums und daraus resultierenden Gefühlen. Die Skalenwerte können jeweils zu einem Gesamtwert addiert werden. Profilbögen erlauben eine Übersicht über Roh- und T-Werteeinzelner Skalen und insgesamt, sowohl numerisch als auch graphisch. Grundlagen und Konstruktion: Die Verfahrenskonstruktion basiert auf den Annahmen der Klassischen Testtheorie. Inhaltlich orientiert sich der Test stark an den Ätiologiemodellen und Symptombildern gängiger Diagnosemanuale, die die ADHS-Symptomatik mehrdimensional betrachten. Mit der Neuauflage finden die Kriterien der zwischenzeitlich erschienenen DSM-5 und ICD-11 Berücksichtigung. Wesentlich für die Neuauflage waren die Kürzung des Itemumfangs, die psychometrische Optimierung und eine neue Normierung, ohne die Aussagekraft des Verfahrens grundlegend zu verändern. Ausgehend vom bestehenden Itempool wurde die Skalenkürzung konfirmatorisch mittels "Stuart"-Algorithmus vorgenommen. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Reliabilität: Die interne Konsistenz des ADHS-E wird für die nicht-klinische Normstichprobe mit Alpha = .93 angegeben. In der neuen klinischen Stichprobe liegt die interne Konsistenz bei Alpha = .86. In der nicht-klinischen Referenzstichprobe zeigt der ADHS-LE eine interne Konsistenz von Alpha = .90. Bei einem zwei- bis vierwöchigen Abstand zur ersten Erhebung wurde eine Retestreliabilität von rtt = .94 beim ADHS-E und rtt = .93 beim ADHS-LE berechnet. Die Profilreliabilität wird für keine Testform angegeben. Validität: Gegenüber der vorherigen Fassung und ein- oder zweifaktoriellen Alternativmodellen verfügt die neue 15-Item-Version des ADHS-E mit fünf Faktoren über eine sehr gute Modellpassung. Die Skaleninterkorrelationen sind insgesamt hoch. Mit den konstruktnahen Verfahren SSS-8, PHQ-4 und GBB-8 zur Messung psychischer und physischer Symptome bestehen erwartungskonform mittlere bis hohe Zusammenhänge. Gemäß ROC-Analysen ist die Eignung des ADHS-E mit einem AUC von .95 (p < .001) als Screeninginstrument gegeben. Auch die neue 35-Item-Version des ADHS-LE zeigt gegenüber der Vorgängerversion mit 64 Items einen verbesserten Modelfit und eine gute Konstruktvalidität. Die Skaleninterkorrelationen des ADHS-LE sind mittel bis hoch. Von einer kongruenten Validität kann angesichts mittlerer bis hoher Zusammenhänge mit dem ADHS-SB und WURS-K des HASE ausgegangen werden. Die ROC-Analyse mit einem AUC von .95 (p < .001) bestätigt auch dem ADHS-LE die Klassifizierungsfähigkeit. Normen: Für beide Fragebogenversionen liegen T-Werte für die Skalen und den Gesamtwert vor. Die Normwerte des ADHS-E basieren auf einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe aus dem Jahr 2019 (n = 2 046), wobei zusätzlich auch altersgruppenspezifische T-Werte berechnet wurden. Die Normwerte des ADHS-LE basieren auf einer nicht repräsentativen Referenzstichprobe mit n = 1 031 Teilnehmenden einer Verkehrsschulung mit unbekanntem Erhebungsjahr ohne altersgruppenspezifische Normwerte.
Keyword(s)
2009 (ADHS-E) 2013 (2., korrigierte und überarbeitete Auflage) 2024 (3., überarbeitete und neu normierte Auflage) DIN SCREEN Checkliste Globalwert 15 Items (Kernscreening) 35 Items (Langform) ab 18 Jahre Kernscreening-Skalen: 1 Emotion/Affekt, 2 Aufmerksamkeitssteuerung, 3 Stressintoleranz, 4 Impulskontrolle/Disinhibition, 5 Unruhe/Überaktivität Skalen-Langform: 1 Emotion/Affekt, 2 Aufmerksamkeitssteuerung, 3 Stressintoleranz, 4 Impulskontrolle/Disinhibition, 5 Unruhe/Überaktivität, 6 Retrospektive Angaben Verhaltensskalen im Bereich der Klinischen PsychologiePersistent Identifier
Date of first publication
2025
Publisher
PSYNDEX Tests
Publication status
publishedVersion
Citation
Benz, G. (2025). PSYNDEX Tests Review für ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024). In Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID), PSYNDEX Tests (Hrsg.). Trier: ZPID. https://doi.org/10.23668/psycharchives.17363
-
9009017_PSYNDEX_Tests.pdfAdobe PDF - 303.92KBMD5 : 9596a004cfc8236f4e5edddc98913e6c
-
There are no other versions of this object.
-
Author(s) / Creator(s)Benz, Gesa
-
Other kind(s) of contributorPSYNDEX Tests
-
PsychArchives acquisition timestamp2025-07-23T06:59:55Z
-
Made available on2025-07-23T06:59:55Z
-
Date of first publication2025
-
Abstract / DescriptionThis is a PSYNDEX Tests Review of ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024). PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation.en
-
Abstract / DescriptionDas ist ein PSYNDEX Tests Review zu ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024). PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten.de_DE
-
Abstract / DescriptionDiagnostische Zielsetzung: Mit dem ADHS-E in der 3., überarbeiteten und neu normierten Auflage lassen sich weiterhin Art und Schwere von ADHS-Symptomen per Selbstbericht zeitökonomisch erfassen. ADHS wird als Störung der gesamten Lebensspanne und mehrdimensional betrachtet und gemessen. Die einzelnen Skalen des Testverfahrens bilden wesentliche psychodiagnostische Symptomdimensionen, darunter funktionelle, sozioemotionale und verhaltensbezogene Beeinträchtigungen ab und lassen sich zu einem Globalwert der subjektiv empfundenen Beeinträchtigung zusammenfassen. Eine ADHS-Diagnose ist mit dem Screening nicht möglich. Aufbau: Das Testverfahren umfasst eine Langform ADHS-LE mit 35 Items und ein daraus abgeleitetes Kurzscreening ADHS-E mit 15 Items. Das Kurzscreening enthält in den fünf Subskalen Emotion/Affekt, Aufmerksamkeitssteuerung, Stressintoleranz, Impulskontrolle/Disinhibition und Unruhe/Überaktivität jeweils drei Items mit einer sechsstufigen Antwortskala von "trifft nicht zu" bis "trifft immer zu". In der Langfassung ADHS-LE kommt die Skala "Retrospektive Angaben" hinzu. Die sechs Skalen umfassen je fünf bis sechs Items. Die Skala Extraversion entfällt in der neuen Auflage. Die Antwortskala im ADHS-LE ist weiterhin vierstufig und reicht von "trifft nicht zu" bis "trifft immer zu". Weiterhin enthält der ADHS-LE drei Items mit dichotomen (ja-nein) und freien Antwortformat zur Art und Häufigkeit des Drogen-, Alkohol- und Medikamentenkonsums und daraus resultierenden Gefühlen. Die Skalenwerte können jeweils zu einem Gesamtwert addiert werden. Profilbögen erlauben eine Übersicht über Roh- und T-Werteeinzelner Skalen und insgesamt, sowohl numerisch als auch graphisch. Grundlagen und Konstruktion: Die Verfahrenskonstruktion basiert auf den Annahmen der Klassischen Testtheorie. Inhaltlich orientiert sich der Test stark an den Ätiologiemodellen und Symptombildern gängiger Diagnosemanuale, die die ADHS-Symptomatik mehrdimensional betrachten. Mit der Neuauflage finden die Kriterien der zwischenzeitlich erschienenen DSM-5 und ICD-11 Berücksichtigung. Wesentlich für die Neuauflage waren die Kürzung des Itemumfangs, die psychometrische Optimierung und eine neue Normierung, ohne die Aussagekraft des Verfahrens grundlegend zu verändern. Ausgehend vom bestehenden Itempool wurde die Skalenkürzung konfirmatorisch mittels "Stuart"-Algorithmus vorgenommen. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Reliabilität: Die interne Konsistenz des ADHS-E wird für die nicht-klinische Normstichprobe mit Alpha = .93 angegeben. In der neuen klinischen Stichprobe liegt die interne Konsistenz bei Alpha = .86. In der nicht-klinischen Referenzstichprobe zeigt der ADHS-LE eine interne Konsistenz von Alpha = .90. Bei einem zwei- bis vierwöchigen Abstand zur ersten Erhebung wurde eine Retestreliabilität von rtt = .94 beim ADHS-E und rtt = .93 beim ADHS-LE berechnet. Die Profilreliabilität wird für keine Testform angegeben. Validität: Gegenüber der vorherigen Fassung und ein- oder zweifaktoriellen Alternativmodellen verfügt die neue 15-Item-Version des ADHS-E mit fünf Faktoren über eine sehr gute Modellpassung. Die Skaleninterkorrelationen sind insgesamt hoch. Mit den konstruktnahen Verfahren SSS-8, PHQ-4 und GBB-8 zur Messung psychischer und physischer Symptome bestehen erwartungskonform mittlere bis hohe Zusammenhänge. Gemäß ROC-Analysen ist die Eignung des ADHS-E mit einem AUC von .95 (p < .001) als Screeninginstrument gegeben. Auch die neue 35-Item-Version des ADHS-LE zeigt gegenüber der Vorgängerversion mit 64 Items einen verbesserten Modelfit und eine gute Konstruktvalidität. Die Skaleninterkorrelationen des ADHS-LE sind mittel bis hoch. Von einer kongruenten Validität kann angesichts mittlerer bis hoher Zusammenhänge mit dem ADHS-SB und WURS-K des HASE ausgegangen werden. Die ROC-Analyse mit einem AUC von .95 (p < .001) bestätigt auch dem ADHS-LE die Klassifizierungsfähigkeit. Normen: Für beide Fragebogenversionen liegen T-Werte für die Skalen und den Gesamtwert vor. Die Normwerte des ADHS-E basieren auf einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe aus dem Jahr 2019 (n = 2 046), wobei zusätzlich auch altersgruppenspezifische T-Werte berechnet wurden. Die Normwerte des ADHS-LE basieren auf einer nicht repräsentativen Referenzstichprobe mit n = 1 031 Teilnehmenden einer Verkehrsschulung mit unbekanntem Erhebungsjahr ohne altersgruppenspezifische Normwerte.de_DE
-
Publication statuspublishedVersion
-
CitationBenz, G. (2025). PSYNDEX Tests Review für ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024). In Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID), PSYNDEX Tests (Hrsg.). Trier: ZPID. https://doi.org/10.23668/psycharchives.17363
-
Persistent Identifierhttps://hdl.handle.net/20.500.12034/12766
-
Persistent Identifierhttps://doi.org/10.23668/psycharchives.17363
-
Language of contentdeu
-
PublisherPSYNDEX Tests
-
Is based onSchmidt, S., Hilkenmeier, F. & Petermann, F. (2024). ADHS-E. ADHS-Screening für Erwachsene (3., überarbeitete und neu normierte Auflage). Göttingen: Hogrefe.
-
Is part of seriesPSYNDEX Tests Reviews
-
Keyword(s)2009 (ADHS-E)de_DE
-
Keyword(s)2013 (2., korrigierte und überarbeitete Auflage)de_DE
-
Keyword(s)2024 (3., überarbeitete und neu normierte Auflage)de_DE
-
Keyword(s)DIN SCREEN Checklistede_DE
-
Keyword(s)Globalwertde_DE
-
Keyword(s)15 Items (Kernscreening)de_DE
-
Keyword(s)35 Items (Langform)de_DE
-
Keyword(s)ab 18 Jahrede_DE
-
Keyword(s)Kernscreening-Skalen: 1 Emotion/Affekt, 2 Aufmerksamkeitssteuerung, 3 Stressintoleranz, 4 Impulskontrolle/Disinhibition, 5 Unruhe/Überaktivitätde_DE
-
Keyword(s)Skalen-Langform: 1 Emotion/Affekt, 2 Aufmerksamkeitssteuerung, 3 Stressintoleranz, 4 Impulskontrolle/Disinhibition, 5 Unruhe/Überaktivität, 6 Retrospektive Angabende_DE
-
Keyword(s)Verhaltensskalen im Bereich der Klinischen Psychologiede_DE
-
Dewey Decimal Classification number(s)150
-
TitlePSYNDEX Tests Review für ADHS-E (2024) - ADHS-Screening für Erwachsene (2024)de_DE
-
DRO typereview
-
Leibniz institute name(s) / abbreviation(s)ZPID
-
DFK number from PSYNDEX9009017