Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.23668/psycharchives.978
Title: "Je höher der Frauenanteil eines Fachs, desto weniger Frauen promovieren..."
Authors: Behrmann, Lars
Issue Date: 2016
Publisher: PsychOpen
Abstract: In einer empirischen Studie wird folgenden Fragen nachgegangen: (1) Schätzen Masterstudierende die Relevanz einer Promotion für die Karriere je nach angestrebtem Berufsfeld unterschiedlich ein und gibt es dabei Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Studierenden? (2) Zeigt sich bereits bei Masterstudierenden, dass insbesondere Studentinnen seltener eine Promotion in den Fächern planen, in denen Frauen überrepräsentiert sind? (3) Falls das so ist, lässt sich über das gewünschte Berufsziel erklären, warum Studentinnen in den Fächern, in denen sie überrepräsentiert sind, seltener eine Promotion planen? Daten wurden an einer Stichprobe von 164 Studierenden (70 männlich, 94 weiblich) erhoben. Es zeigte sich, dass sowohl die weiblichen als auch die männlichen Studierenden je nach einzuschätzendem Berufsfeld Unterschiede in der Karriererelevanz einer Promotion sahen und dass Frauen - nicht aber Männer - mit einem ansteigenden Anteil weiblicher Studierender pro Studienfach immer weniger Interesse an einer Promotion hatten. Dieser Befund konnte zumindest teilweise über die angestrebte Berufswahl erklärt werden. Offenbar qualifizieren vor allem die überproportional häufig von Frauen studierten Fächer eher zu Berufen, für die eine Promotion im Allgemeinen nicht als zielführend wahrgenommen wird. Da in diesen bei Frauen besonders beliebten Fächern im Verhältnis zu anderen Fächern auch relativ mehr Frauen einen Lehrstuhl innehaben, sprechen diese empirischen Ergebnisse zunächst nicht für die Annahme, dass die Anwesenheit von gleichgeschlechtlichen Rollenvorbildern unmittelbar dazu führen würde, dass weibliche Studierende für sich eine Promotion in Betracht ziehen.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12034/786
http://dx.doi.org/10.23668/psycharchives.978
Citation: Behrmann, L. (2016). "Je höher der Frauenanteil eines Fachs, desto weniger Frauen promovieren…". In Michael Krämer, Siegfried Preiser & Kerstin Brusdeylins (Hrsg.), Psychologiedidaktik und Evaluation XI. Aachen, Deutschland: Shaker Verlag.
Appears in Collections:Book Part

Files in This Item:
File SizeFormat 
Kraemer_Tagungsband_Psychologiedidaktik_2016_017-024_Behrmann.pdf1,61 MBAdobe PDF Preview PDFDownload


This item is licensed under a Creative Commons License Creative Commons